100 Jahre Scheurebe

Georg Scheu
Georg Scheu, Wegbereiter des Deutschen Weinbaus

Pünktlich zu ihrem großen Jubiläum erfreut sich die Scheurebe zu Beginn des neuen Jahrtausends einer beschwingten Renaissance bei Winzern und Weinfreunden.

Georg Scheu kreuzte Riesling mit einer unbekannten schönen Wilden, der Bukettrebe und vereinte Rasse mit saftigem, vollmundigem Körper. Je nach Standort und Reife liefert die Scheurebe ein ausgeprägtes Bukettprofil mit filigraner Säure.

Ihr Aroma erinnert an den Duft Schwarzer Johannisbeeren und exotischer Früchte. Sie passt wunderbar zu herzhaft würzigen Speisen und harmoniert speziell zu asiatischen Gerichten.

Georg Scheu – geboren 1879 in Krefeld und gestorben 1949 in Alzey – avancierte zum erfolgreichsten deutschen Rebenzüchter. Georg Scheu, Wegbereiter Noch überall in Rheinhessen lebt er weiter – in seinen des Deutschen Weinbaus erfolgreichen Kreuzungen werden Traum und Inspiration Wirklichkeit.

Scheu wurde der erste Leiter der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey.

Hier wirkte er von 1909 bis 1949 getreu nach seinem Motto:

„Das Publikum lässt sich nicht gewöhnen. Wir müssen bauen, was der Weintrinker verlangt.”

Er kreuzte wertvolle Sorten wie Huxelrebe, Siegerrebe, Würzer, Kanzlerrebe, Faberrebe, Septimer oder Perle von Alzey. Seine berühmteste Züchtung aber war und ist die Scheurebe. Die „Rebe des Alzeyer Landes”.

 

Scheus Traum

Eine enge Freundschaft verband Scheu mit Philipp Wolf, dem Urgroßvater von Claus Wolf. Philipp Wolf war aufgrund seiner Position bei der Landwirtschaftskammer in Alzey und seiner Weitsicht maßgeblich daran beteiligt, dass Georg Scheu dem Ruf nach Alzey folgte.

Oft sah man die beiden zusammen in den Weinbergen beim Begutachten der Rieslingreben, die später für Züchtungszwecke selektioniert wurden. Aber man feierte auch gerne zusammen.

Im Gutshof der Familie Wolf trank man den guten Wein und der benachbarte Bäcker Brück bereitete knusprige Spanferkel oder Backesgrumbeere für die Gäste. Georg Scheu genoss dabei gerne sein „Scheuchen", wie er seine gelungene Kreuzung liebevoll zu nennen pflegte.

Der Bezug zu Georg Scheu hat Familie Wolf natürlich immer wieder beschäftigt und man wollte seinem Lebenswerk wieder zu mehr Bedeutung verhelfen. Manfred Wolf und seine Schwiegertochter Bärbel entwickelten damals eine Vision. Die Vision, der Scheurebe ein neues Gesicht zu geben. Sie wollten einen feinfruchtigen, frischen Wein mit zartem Fruchtbukett und lebhafter Säure entstehen lassen.

Einen süffigen Trendwein mit ansprechender Ausstattung und Wiedererkennungswert, der auch speziell junges Publikum ansprechen sollte. Einige lange und schöne Abende haben sie zusammengesessen und dabei Scheus Traum zur Wirklichkeit werden lassen. Ein Gebietstyp par excellence mit leichtem, feinfruchtigem Aromenspiel und witziger Beerensäure. Natürlich wurden sie immer inspiriert von einigen Gläschen ihres guten Scheus.

2003 wurde der erste Jahrgang abgefüllt und seitdem hat Scheus Traum Erfolgsgeschichte im Weingut geschrieben.

Die Renaissance der Scheurebe hatte begonnen!

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